"Ich musste sie kaputtmachen"
Anatomie eines Jahrhundert-Mörders

Gebunden mit Schutzumschlag / 384 Seiten / 13,5 x 20,8 cm
ISBN 3-7700-1174-0
€ 19,95


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Leseprobe

KAPITEL EINS

Er hatte die mit braunem Eichenlaub gemusterte Gardine zugezogen und das Licht ausgeschaltet. Es sollte ihm vom Haus gegenüber niemand dabei zusehen können. Vor langer Zeit schon hatte er einmal vom Dachboden des Nachbarhauses aus zu seinem Küchenfenster herübergeschaut und festgestellt, dass so nichts zu erkennen war. Er setzte sich an das schmale Ende des hellbraunen Holztischs, sodass er den Herd und den Spülstein aus etwa zweieinhalb Metern Entfernung anstarren konnte. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Brotmesser mit Wellenschliff, Klingenlänge 18 Zentimeter.

Seine gelblichen langen Finger betasteten den schwarzen Knauf des Messers. Behutsam. Zögerlich. Langsam ließ er den Daumen der rechten Hand an der Klinge entlang gleiten. Er musste vorsichtig sein, das Messer hatte er kurz vorher nochmals geschärft. Dabei fixierte er den vierflammigen Elektroherd, auf dem ein blauer und ein weißer Kochtopf standen; der blaue mit Deckel, der andere ohne. Er hatte es genauso arrangiert, das war ihm wichtig. Die etwa anderthalb Meter große Puppe, die er mühsam aufgeblasen hatte, gehörte auch dazu. Den dunkelbraunen Rock und die rot-weiß gepunktete Bluse hatte er ihr übergestreift und sie rücklings quer über den Spülstein gelegt. ...


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Pressestimmen

"Die unaufgeregte Nüchternheit dieses Buches macht die Lektüre zu einem beunruhigenden und verstörenden Erlebnis."
(www.hammett-krimis.de)

"Ein anspruchsvoller und spannender Sachbuchkrimi."
(3sat, bookmark, 25.07.2004)

"Wie schwierig es für die Polizei noch immer ist, diese Täter zu fassen, zeigt Harbort eindrucksvoll mit seinem jüngsten Buch."
(SAT.1, Akte 04, 13.07.2004)

"Stephan Harbort, Kriminalkommissar und DER deutsche Profiler, beschreibt und analysiert in bekannt gekonnter Manier dieses Kriminaldrama."
(www.alligatorpapiere.de, Folge 34)

"Sein Buch ist eine bestürzende, aber gleichwohl packende Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, bei der der Leser an der Seite Harbrots immer ganz nah am schrecklichen Geschehen bleibt. Denn als Serienkiller-Experte und Sachbuchautor sind Harborts Methoden denen eines Profilers nicht unähnlich."
(MARABO, Juli 2004)

"Mit differenziertem Blick verfolgt Harbort die Geschichte des Mörders (…) ein detailgetreuer und schonungsloser Bericht."
(Westdeutsche Zeitung, 03.04.2004)

"Was Stephan Harbort mit seinem neuen Buch vorlegt, ist im deutschen Sprachraum einzigartig (…) Eine der spannendsten Neuerscheinungen der Saison, keine Frage!"
(Düsseldorfer Express, 13.04.2004)

"Anhand von Gerichtsakten, Protokollen und eigenen Recherchen hat der 40-jährige Serienkiller-Experte die Mordserie des geistig zurückgebliebenen, aber dennoch perfide planenden Kroll zu einer beklemmenden und spannenden Lektüre verdichtet."
(Neue Rhein Zeitung, 22.05.2004)

"Seite für Seite gelingt es Harbort in seinem gleichzeitig romanhaften und sachbuchähnlichen Buch, eine starke Spannung aufrechtzuerhalten. (...) Die Perspektive zwischen Ermittelnden, Opfern, Täter und analysierendem Erzähler wechselt er gekonnt und erreicht damit eine große Vielschichtigkeit. Auch das Packende, das der Erzählung anhaftet, ist auf die parallele Berichterstattung zurückzuführen, die Harbort im richtigen Moment umlenkt, um Lücken zu lassen, die erst Seiten später gefüllt werden."
(Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 05.06.2004)

"Der Düsseldorfer Kriminalpolizist Stephan Harbort erinnert in einer profund recherchierten Analyse (...) an den Serienmörder, der mehr als 30 Jahre vor dem Fall des Rothenburger Kannibalen als "Menschenfresser vom Rhein" Schlagzeilen machte. (...) Ein schnörkelloses Porträt des Massenmörders."
(Rheinische Post, 10.06.2004)