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Pressespiegel (Auswahl) Rezensionen Ein unfassbares Verbrechen - Der Fall Monika F. Frankenpost vom 03.07.2007 Von Ralf Sziegoleit "Es ist der 7. Oktober 2006, ein Samstag, gegen 6.10 Uhr. Andreas schreckt aus einem Traum hoch. Er braucht einige Zeit, bis er versteht. Jetzt hört er das Schellen. Schlaftrunken schleppt sich der 38-Jährige eine Etage tiefer ins Wohnzimmer ..." So romanhaft rasant beginnt eine "wahre Geschichte", die Stephan Harbort im Hauptteil eines "Sachbuches" erzählt. Es heißt "Ein unfassbares Verbrechen - Der Fall Monika F." und ist pünktlich zum Beginn des Mordprozesses gegen den 36-jährigen Schreiner Jochen S. vor dem Bayreuther Landgericht erschienen. Co-Autor ist Andreas Fischer aus Himmelkron, Justizvollzugsbeamter und Ehemann des Mordopfers. Der Sexualmord an Monika Fischer erregte bundesweit Aufsehen, weil der Täter erst vier Wochen zuvor aus dem Bayreuther Gefängnis entlassen worden war. Dort war er wegen eines Sexualverbrechens inhaftiert; Andreas Fischer betreute ihn im Rahmen einer Sozialtherapie. Mit der Begründung, ein Rückfall sei nicht zu erwarten, befürwortete ein Gutachter die vorzeitige Entlassung von Jochen S. Das Buch versucht nun, den Fokus auf Irrungen und Wirrungen bei der Therapie von Sexualstraftätern zu richten. Mit der forensischen Psychiatrie stehe es nicht zum Besten, schreibt Harbort, der als Kriminalhauptkommissar Fachberater bei Kino- und TV-Produktionen war und mehrere Bücher veröffentlicht hat. Der kriminalprognostische GAU ist nach seinen Worten programmiert. Zitat: "Hunderte Menschen könnten allein in Deutschland noch leben, hätten Prognosegutachter die Gefährlichkeit ihrer Untersuchungsobjekte nur annähernd richtig beurteilt." Allerdings muss man große Zeiträume betrachten, um auf Hunderte zu kommen. Der Autor räumt ein, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Sexualmörders zu werden, extrem gering sei. Tatsächlich passieren nur wenige derartige Verbrechen; dies widerspricht der von der Bevölkerung gefühlten Bedrohung. Fischer selbst schreibt, er wolle helfen, ein fragwürdiges System zu verändern. Auch gehe es ihm darum, Menschen in vergleichbarer Situation Mut zu machen. Darum offenbart er in dem Buch Einzelheiten seines persönlichen Schicksals. |